Die Macht der Alten von Richard Schwartz

by Mike A. Wants

Die Macht der Alten von Richard Schwartz

May 9, 2015 Deutsch 0

Die Macht der Alten ist der 5. Band der zweiten Series in RIchard Schwartz’ Askir Universum. Aus mir unbekannten Gründen wurde der Release um einige Monate verschoben, doch Mitte des letzten Monats kam endlich die Mail meiner Buchandlung, dass ich das Buch abholen könne.

Ich habe die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Ich habe dieses Buch mehr aus dem Grund gekauft, dass ich bisher alle Bände der (recht langen) Series gekauft und gelesen habe, und ich nun auch gerne wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht. Der vorherige Band (Die Festung der Titanen), hatte mich, ehrlich gesagt, enttäuscht. Ich kann jetzt nicht mehr in Details gehen, doch weiß ich noch genau, wie unzufrieden mich der 4. Band gemacht hat.

Dieser Trend des Verlusts an Interesse hatte sich während der ersten Bände der Götterkriege Serie durchgesetzt, ohne dass ich einen Finger darauf setzen könnte, was genau diesen Verlust ausmachte.

Die Macht der Alten, so mag es diejenige Freuen zu hören, die ähnliche Vorbehalte gegen den derzeitigen Verlauf der Serie hatten, geht zurück zu alter Stärke. Es gibt noch immer Probleme, die sich jedoch schon durch viele Teile dieser beiden Serien ziehen, sodass sie für Fans (zu denen ich mich noch immer zähle) nicht sehr viel Gewicht haben werden. Der Großteil diese Bandes jedoch erinnert an alte Größe, auch wenn ich mich nicht mit der Legertheit anfreuden kann, mit der der Tod hier zu einer Farce gemacht wird.

Ich möchte nicht genau verraten, worauf ich hiermit anspiele, aber sagen, dass manche Charactere dann auch schlussendlich mal Tod bleiben sollten, sonst muss die Spannung darunter leiden. Ich glaube übrigens außerdem nicht, dass bestimmte Gegebenheiten wahrhaftig die Auswirkungen haben, die uns hier vorgespielt werden. Dies kann jedoch erst in späteren Bänden verifiziert werden, sodass ich in dieser Hinsicht nichts weiter als mein Gefühl für den Handlungsaufbau nennen kann. Wir werden sehen, wie sich dies entwickelt.

Der vorherige Satz kann euch schon verraten, dass ich mich wieder darin bestärkt sehe, dieser Serie weiter zu folgen. Den nächsten Band werde ich auch ungeduldiger erwarten, als diesen letzten (Amazon sagt sogar, dieser würde dieses Jahr noch erscheinen(13 Juli), was aber nichts Aussagen muss, da Amazon auch gerne Release-Daten nennt, die noch nicht mal die herausbringenden Verlage wissen. Ich werde sehen, ob ich mehr herausfinde kann).

Als ich anfing zu lesen, erfreute es mich, wie schnell ich mich wieder unter alten Freunden fand. Die Charaktere sind wieder zurück, in alter Größe, zumindest bis aus wenige Ausnahmen. Ich kann jedoch Serafina ihren Charakter nicht abkaufen. Sie verhält sich für mich vollkommen unverständlich und wirkt wie ein kleines Kind, dass nicht wahrhaben will, dass es Unrecht hat und sich grob unlogisch verhält. Mit solchen Charakteren kann ich persönlich nichts anfangen und es passt nicht in das Bild dieser vorher so starken und logische denkenden Frau.

Trotzdem war dieser Ausflug es wert. Die Geschichte ist teilweise noch immer hahnebüchend, da es Havald immer wieder gelingt, seine wahnwitzigen Pläne in die Tat umzusetzen, aber dies hat schon immer den Charm dieser Serie ausgemacht. Diesmal jedoch kam es zu etwas, das mir ein wenig die Suppe versalzen hat. Dort wirkte es nicht mehr wie das schon gewohnte Glück des “Narren”, sondern eher wie eine Notwendigkeit von Seiten des Autors her. Ich kann mir den Gedanken nicht verwehren, dass der Autor es bisher immer besser hinbekommen hat, solche Situationen auszuspielen. In Hinblick auf den Drachen ist dies jedoch etwas Fehlgeschlagen. Manche Zufälle sind dann doch zu passend.

Ich muss außerdem Gestehen, dass ich von jemand ganz anderem Enttäuscht bin. Das Buch war leider voll von kleinen Fehlern und misslungenen Details, die mir die Freude trübten. Für diese würde ich jedoch nie den Autor verantworlich machen, da solche DInge von seinem Lektor gefunden werden müssen. Es kann nicht sein, dass man immer wieder auf Sätze trifft, die logischerweise geteilt und zu zwei einzelnen Sätzen hätten gemacht werden müssen, anstatt einfach weiterzulaufen. EInmal ist keinmal, ein dutzend Mal wird richtig nervig. Was mich jedoch noch mehr störte, war die Verwendung von “Das Schild”. Es heißt im Deutschen “Der Schild”, wenn es sich auf einen Schild bezieht, welchen man als Schutz gegen Schwerter oder ähnliches in einem Melee mitführt. “Das Schild” heißt es nur im Bezug auf Straßen- oder ähnliche Schilder. Gerade im Fantasy Bereich, in dem es normalerweise von Schilden nur so wimmelt, sollte solch ein Fehler auf der Stelle gefunden und bereinigt werden.

Fazit: Für Fans der Series sollte dieses Buch keine Grübeleien bedeuten. Es dürfte sie jedoch freuen zu hören, dass es sich hierbei um eines der stärksten Bücher der Götterkriege handelt. Es geht zurück zu alten Stärken und zeigt uns unsere teuren Charaktere in ihrer Alten pracht. Gerade Zokora war wie so oft meine Favoritin. Es gibt jedoch auch Schattenseiten, welche meine Freude schmälerten, ohne sie jedoch vollkommen zu unterdrücken. Ich hätte mir jedoch eine detailliertere Arbeit des Lektoren dieses Buches gewünscht.

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